“Wir richten unsere Gebete an Trayambakeswar (dem heilenden Aspekt Shivas)
Laßt uns befreit sein von den Bändern des Todes und der Wiedergeburt.
Laß nicht Krankheit und Tod zu uns kommen”
Der Atem kommt und geht. Mit dem Ausatmen sinkst du einfach weiter auf das Kissen auf dem du sitzt. Kommst ganz in dem an was da ist. Das Einatmen geht bis in den Bauch und mit dem Ausatmen kommst du auf dem Kissen an. Kommst ganz in das Unmittelbare und hier ist Stille zu entdecken, in dem was ist. Und jetzt lass dich vom Dan Dien finden. Das Dan Dien ist in der Mitte des Bauches… und nicht du musst es finden, lass dich einfach anziehen wie von einem Magneten… eine kleine, runde Kugel… und spür einfach von da aus… und dann kannst du sie kneten mit deiner Präsenz, mit deiner Aufmerksamkeit, mit deiner inneren Hand. Das ist eine energetische Realität, die erfahrbar ist… und dann atmest du durch das Dan Dien ein und aus. Durch das Dan Dien atmest du Raum ein und atmest Raum aus. Vom Dan Dien gehst du runter zum Beckenboden… spannst die Beckenbodenmuskulatur ganz leicht an, und im Anspannen bringst du Energie in Bewegung, und mit dem Loslassen verteilt sich die Energie. Dies mache zwei, drei Mal.
Die Energiearbeit ist mit einer subtilen Anstrengung verbunden, deshalb ist es immer wertvoll anzuhalten, zu entspannen, auszuatmen, hier ganz anzukommen auf dem Kissen, in der Leere des Momentes, in der Bewegung die da ist.
Die zwei Punkte mit denen wir gearbeitet haben, das Dan Dien und der Beckenboden… halt sie einfach in der Aufmerksamkeit, bewege dich leicht und dann spürst du im Kopf die Fontanelle, den höchsten Punkt an der Schädeldecke… und zwischen diesen drei Punkten läuft im Körper die Zentralachse. Durch die Zentralachse bewegt sich die lebendige Leere, deshalb ist es wertvoll, dass sich dieser Raum in dir weiten und stabilisieren kann.
Du hältst einfach am Dan Dien fest, atmest sanft durch das Dan Dien ein und aus und bittest darum, dass deine ursprüngliche Präsenz, das was diese Lebensenergie, diese ursprüngliche Bewegung, die sich durch dich ausdrückt, durch den Zentralkanal fließt, vom Zentralkanal weiter durch die Zentralkanäle der Beine… vom Herzraum, durch die Arme aus den Händen heraus fließt und deinen ganzen Raum ausfüllt, deinen ganzen Raum erweitert.
Du musst nichts wahrnehmen, nichts visualisieren. Die Intention genügt und dann bist du einfach mit der Erfahrung wie sie sich zeigt… bist du mit der Bewegung.
Jetzt nimm die Präsenz im Körper wahr und schaue…
Richte die Aufmerksamkeit auf das Dan Dien… du kannst wahrnehmen, dass dort eine Bewegung stattfindet. Dann lass dich von dieser Bewegung, aus dem Dan Dien heraus ins Herz tragen. Zärtlichkeit kommt zu dir, wenn du dem Raum der Liebe Aufmerksamkeit schenkst, dem Raum des Herzens. Gefühl… Hingabe. Wenn in uns der Raum des Herzens erfüllt ist, ist die Möglichkeit gegeben zu lieben und Liebe zu empfangen.
Du gehst wieder in die Mitte des Raumes und lässt dich von der Bewegung die da ist höher tragen… bis in die Mitte des Halses. Hier findet Kommunikation statt. Das Leben kann hier mit sich selbst kommunizieren. Raum erfüllt sich selbst… spricht.
Du gehst wieder in die Mitte des Raumes und lässt dich von der Bewegung höher tragen, bis auf die Höhe des Kopfes, bis in die Mitte des Kopfes und nimmst einfach die Schönheit wahr, die Klarheit, die sich dir zeigt.
Sollten Widerstände oder was auch immer auftauchen, bleibst du bei der offenen Weite, in der das auftaucht. Da ist nur Raum, grenzenloser Raum. In dir, um dich herum. Du bist einfach nur der Beweis deiner eigenen Existenz… und jetzt kannst du dich einfach an das GANZE zurück geben… atmest aus und lässt los, und dann kannst du tiefer sinken, bis auf die Höhe des Halses. Auch hier erfahre Raum. Erfahrung so wie sie sich zeigt. Mit dem Auszuatmen gibst du den Raum an den Raum zurück. Ungeteiltes Bewusstsein, was mit sich in Bewegung ist.
Lässt dich tiefer sinken in die Mitte des Herzens. Im Ausatmen gibst du dein Herz an das was Herz ist… und sinkst tiefer in das Dan Dien… kommst ganz im Dan Dien an, nimmst dir alle Zeit… und atmest Raum durch das Dan Dien ein, und atmest Raum aus.
Vom Dan Dien aus beobachtest du nochmal die Zentralachse, die sich im Körper zwischen der Fontanelle und dem Damm bewegt… bewegter Raum, in dem sich lebendige Leere, lebendige Stille, permanent ausdrückt, wenn wir dem Raum geben.
Du kannst die Präsenz im Körper wahrnehmen… selbst Wahrnehmung ist schon etwas Wahrgenommenes… hier wird schon offensichtlich, dass die Frage „Wer bin ich“ schon ein Witz ist, weil du niemals feststellen kannst, wer du bist. Und in diesem Lachen, in dieser Stille hast du dich erfasst. Dann bewegst du dich durch die LEERE, als LEERE, oder lässt dich einfach tiefer fallen… und keine Erfahrung muss dich mehr vom Ganzen trennen, weil du das bist.
Der direkte Blick ist, einfach zu sehen, dass alles was du wahrnehmen kannst, etwas wahrgenommenes ist, weil Wahrnehmung schon wahrgenommen wird… und du vor jeder Erfahrung das bist was du bist und somit in jeder Erfahrung… niemals verschieden bist von einem Objekt… nicht durch Erfahrung zu bedingen bist, somit durch alles deine eigene Existenz beweist.
Nun bist du frei. Hier ist einfach nur Raum, der sich mit sich selbst bewegt… Leben wie es klingt… einfach so.
Wir können noch mit einem Funken Aufmerksamkeit im Dan Dien bleiben und das ist wie ein Fenster, so der Raum offen bleibt für Stille, lebendige Stille, die den ganzen Körper erfüllt, den ganzen Raum erfüllt. Das Dan Dien ist in meinen Augen das wichtigste… der wichtigste Raum mit dem du unterwegs bist, weil er dich zu Nichts macht… und das im Körper… und das ist die tiefste Manifestation die es gibt, und wenn die schon nichtig wird, als lebendige Erfahrung wo geht’s dann noch hin? Dann erfüllt sich das was da ist aus sich selbst heraus. Dann kann alles was kommt als Brennstoff benutzt werden, die Gedanken verlieren sich hier, Gefühle verschwinden darin, kommen und gehen, erfüllen den Raum… aber als vertikale Bewegung, die spontan da ist und wieder geht, nicht als etwas was dich bindet.
Dem kosmischen Tänzer ist es ein Genuss mit dem Raum-des-Lebens im Tanz zu sein, er liebt es mit dem tantrischen Prinzip der Durchdringung in der totalen Bewegung zu sein. Der Tänzer des Raumes ist eine männliche Struktur, wenn er sich in seiner Natur zutiefst erfasst hat, ist Raum gegeben sich immer wieder in der Ur-Weiblichkeit des RAUMES zu verlieren, so in der Quelle aufzugehen. Besteht die Fixierung an die Person und die ausgedachte Welt, herrschen immer wieder Zweifel und Verwirrung, denn dieser Mensch ist mit dem RAUM – und der Raum der Gegebenheiten beinhaltet ALLES, alle Strömungen des Lebens und so kann der Tänzer kaum unterscheiden was ihm gut tut und ihn nährt und was ihn in Ver-zwei-flung bringt, ihn bindet und nicht in-Freude-tanzen lässt. Das Problem liegt darin, dass er den RAUM liebt, und der Raum der Gegebenheiten bringt alles Mögliche und Unmögliche hervor, also sucht der Tänzer nach Wissen um Klarheit zu gewinnen und frei zu werden. Doch kann er das Wissen nicht wirklich verwerten und für sich nutzen. Er kann es nur nutzen und tief in sich aufnehmen, wenn er bereit ist, Schubladen und Fixierungen zu sprengen und bereit ist die Bezugspunkte zu verändern, die Person mit ihrer ausgedachten Welt hinter sich zu lassen dass das Lebensprinzip in den Mittelpunkt rücken kann. Das Wissen hat nur einen lebendigen Wert wenn er bereit ist, mit dem Lebensprinzip in Bewegung zu sein und in allem das zu sein, was er ist.
Das Lebensprinzip ist das ewige BEWUSSTSEIN in seiner Bewegung, als nackte unveränderte Anwesenheit und reine Wahrnehmung, erscheint es als das ICH BIN. Anwesenheit gebärt den Raum, Wahrnehmung bringt Präsenz hervor. Die Präsenz ist in Bewegung mit ihrem Raum und lässt so das ganze Universum erschauern und die WELT erscheinen. Wenn der Tänzer wirkliche Freiheit sucht, sind das Seine Bezugspunkte, er lebt einzig in dieser Vibration von Bewusstsein und er ist das was Bewusstsein hervorgebracht hat. Nur so kann Wissen zweifelsfrei umgesetzt werden, all dies geschieht anstrengungslos, nicht-willentlich, ganz langsam und zärtlich wird BEWUSSTSEIN durchdrungen in dem Wissen und Erleben das der RAUM-des-BEWUSSTSEIN nie verlassen wurde. Alles geschieht aus diesem langsamen nicht-willentlichen Fluss der Frieden und Zärtlichkeit einfach offensichtlich macht.
Um den schmerzvollen Dorn der Unwissenheit zu entfernen, ist das Ruhen im HERZEN und der unmittelbaren Erfahrung das wichtigste Werkzeug. So geschieht die Befreiung und die verschiedenen Meinungen und Konzepte über dich und die Welt werden von dir fallen,
so das Freiheit als einziges bleibt was immer schon ist
Der kosmische Tänzer Shiva Nataraj wird in tanzender Position dargestellt, er steht auf dem hinteren Fuß zentriert im eigenen Selbst und bewegt sich in seiner ursprünglichen Natur, dem ewigen ungeteilten Bewusstsein. Aus dieser stabilen Position heraus zerstört er das Ego. Das Ego, nichts anderes als die Ich-Idee, die sich in allem ausformt, mental emotional energetische Reste, die dir vorgaukeln, ein getrenntes Wesen mit einem persönlichen Leben und einem freien Willen zu sein. Doch da ist nur das Absolute in Bewegung, Ungeteiltes-Bewusstsein, das sich durch alles Leben ausdrückt. Bewusstsein in DEM und durch das alles geschieht. Shiva ist der Bezwinger der Unwissenheit. Derjenige, der alle Selbsttäuschung nach und nach sichtbar macht und in der totalen Berührung mit dem ungeteilten Bewusstsein die Bindung an Trennung, Begierde und Mangel bewusst macht, durchschneidet und verbrennt. Im So-Sein-Lassen, wie es jetzt ist, werden all die Vorstellungen und hinderliche Ideen des Verstandes als unwirklich, substanzlos erkannt und im unmittelbaren Erleben immer tiefer durchdrungen, sodass die Freiheit des Lebens geschmeckt werden kann. Durch die Gnade des Moments offenbart sich inmitten des Lebens die EINE Wirklichkeit, die unbedingt in allen Zu- und Umständen ist, was IST.
Shiva hält in der einen Hand eine Trommel, mit der er den Rhythmus des Universums schlägt. Der Rhythmus von Schöpfung und Zerstörung, des Kommens und Gehens, Sommer und Winter, Wachen und Schlafen, Tag und Nacht. Leben, Ausdruck von Geburt, Bewegung, Wachstum und Tod, das zyklische Geschehen des natürlichen Flusses des Lebens ist.
In der anderen Hand trägt er ein Feuer. Das Feuer des Herzens; der Sehnsucht, sich Selbst wieder zu finden und in DEM aufzugehen. Dort wo sich dies Feuer im Körper zeigt, verbrennt „der, der sucht“, und dann gibt es nichts mehr zu finden, weil sich bereits hier das Göttliche offenbart, genau so, wie es JETZT IST. Sei das, was die Flamme des Selbst ist, wenn dies Feuer brennt, lass sie endlos brennen und Sei das, was Selbst ist.
Shiva ist von einem Flammenkreis der Shakti umgeben. Der Energie allen Lebens. Dem Raum, in dem sich Bewusstsein durch die Bewegung und Wahrnehmung in jedem Moment neu erfährt. Absolute Einheit ist nicht zu erfahren, Shiva und Shakti sind Nicht-Zwei. BEWUSSTSEIN offenbart sich in SHIVA und SHAKTI als wahrnehmende Präsenz und alles in sich tragender Raum, so erfährt ES sich in allen Zu- und Umständen.
Dinge geschehen, wie sie geschehen, weil „Ich Bin“. In Wahrheit geschieht überhaupt gar nichts. Wenn der Verstand unruhig ist, lässt er Shiva tanzen, so wie die Wasseroberfläche, wenn sie aufgerührt wird, den Mond tanzen lässt.
(Sri Nisargadatta Maharaj aus ICH BIN II)
BEWUSSTSEIN tanzt mit sich
Es ist wichtig, dass du die Bewegung des Lebens liebst, sie immer wieder vollständig durchdringst, in der Bewegung DA wo du bist. RAUM, stille Freude, die endlos mit sich in Bewegung ist, kann durch diese sanfte Körperarbeit des Tanzes geschmeckt werden, dir die eigene innere Bewegung offensichtlich machen. Diese „Arbeit“ der Nicht-Anstrengung wird deinen Körper und dein Energiesystem durchlässig und geschmeidig halten, sodass die Bewegung des Lebens leicht durch dich geschehen kann, du einfach mit dem Leben fließen kannst.
Es ist eine meditative tantrische Praxis des Nicht-Handelns, die es ermöglicht Befreiung von persönlicher Fixierung, einengenden Mustern, Spannungen, verbrauchten Energien, zu erfahren, sodass Bewusstsein durch den Körper nach Hause kommen kann und du das GetragenSein und die zärtliche unbedingte natürliche Stille immer tiefer erfährst. Die Praxis ist still, ein lebendiges Forschen deiner Natur, Schönheit in sich.
Diese Praxis des Geschehen-Lassens führt dich zurück in die Spontanität der Freiheit des Lebens, die MIT DEM WAS IST in Bewegung sein lässt. Dem Tänzer ist es zur Gewissheit geworden, dass der wirkliche Tanz des Lebens erst in der Abwesenheit der Schritte, ohne Halt, den vollen Reichtum des Tanzes ausmacht. Es ist die Stille der Bewegung, die die Bewegung in ihre natürliche Bewegung bringt. Sich dem immer wieder frisch anzuvertrauen, dies zu sein, darin ist alles enthalten.
Tanz ist ohne Musik kaum vorstellbar. Doch alles kann Musik und Einladung zum Tanz sein: das Singen der Vögel, die Geräusche draußen auf der Straße, der Wind in den Bäumen, der die Blätter tanzen lässt, der alles, auch dich berührt. All das, was im Raum an Hör- und Fühlbarem auftaucht, ist die Musik des Lebens. Verweilen wir ganz im Geschmack der direkten sinnlichen Erfahrung im Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen und sind mit der Bewegung des Lebens, ist der Verstand überflüssig. In diesem lebendigen Bezeugen und total mit der Erfahrung sein, kann sich die Quelle genau hier, mitten auf dem Weg des Lebens, unvermittelt und spontan offenbaren.
Die klassische indische Musik spiegelt sehr klar die Ur-Schwingungen wieder. Sehr wertvollen in dieser meditativen Praxis ist es zu langsamen Ragas (alap) zu tanzen, um die Kraft der Stille und dem Gewahrsein des Raumes, bis tief in alle Zellen wieder kennenzulernen; aber auch jede andere Musik, die du magst und dich berührt ist in Ordnung, finde deinen eigenen Rhythmus, und sei dessen Quelle.
Du kannst auch in der Natur mit den einzelnen Elementen tanzen, mit der Musik der Natur in Bewegung Sein, mit dem Wind in Bewegung Sein, Wind Sein oder mit dem Fließen des Wassers, darin eintauchen mitfließen, du bist mit den Strahlen der Sonne, den lodernden Flammen des Feuers und bist Erde, in Bewegung, bist alles in sich tragender Raum. Erforsche es für dich, es ist frei.
Zur Praxis
Zum Beginn sitze in der Stille, lass den Körper sanft atmen, lass Zärtlichkeit zu dir kommen, durchdringe den Raum von Bewusstsein, in dem du fühlst und erlebst, was unmittelbar da ist, in dem du Bewusstsein dich durchdringen lässt. Du einfach da bist.
Nun gibst du einen sanften Anstoß von Bewegung und schaust was passiert, bist mit der Bewegung, bist die Bewegung, die ganz aus sich heraus entsteht. Lass einfach geschehen, du bist auf dem „richtigen Weg“ wenn du dich darüber wunderst, was der Körper hervorbringt.
Schau immer wieder, dass du nicht in Bewegungsmuster verfällst, sondern frisch bleibst mit dem, was ist und kehre immer wieder zum lebendigen Impuls zurück, darin ist alles offenbar. Die körperliche und innere Haltung des Tanzes ist einen für sich festen stabilen Stand zu finden – auf dem Boden zu bleiben und immer wieder ganz mit dem zu sein, was ist. Eine Einladung an dich die reine Anwesenheit, vibrierende Bewegung bewusst zu erleben, unbedingtes Hier-Sein, Raum zu atmen. Durchdringende Präsenz zu empfangen, diese zu Sein.
Über das konkrete Erleben des Körpers und die Berührung mit dem Raum zeigt sich die Offensichtlichkeit in Berührung mit DEM größeren zu Sein. In der Totalität der Bewegung erfasst du dich in der Unfassbarkeit dessen was Bewegung ist.
Sei in Bewegung, nicht-willentlich, erwarte nichts, sei einfach mit der Bewegung des Raumes, lass dich bewegen. Komm immer wieder frisch bei dir an; lasse den Körper und Geist, wie es jetzt ist. Der bewusste Kontakt zwischen deinem Herz und deinem Körper ist von großer Bedeutung, um die Bewegung des Lebens in Würde, Hingabe aus dem Herzen heraus zu leben. Spür einfach immer wieder das Herz, so wie es ist, erlebe das Unmittelbare in dem, was ist. Lass die Bewegung durch dich geschehen, in Stille und Langsamkeit.
Während des Tanzes komm immer wieder zurück zum Atem, spüre den Raum und schau, welche Impulse Jetzt im Körper sind; lass die Bewegung einfach geschehen; schau das du nicht in eingefahrenen Bewegungsmustern stecken bleibst, schau immer wieder frisch; lass Bewegung aus sich heraus geschehen.
Nach 15 -30 Min komm zur Ruhe, setze dich wieder, schmecke die lebendige Stille, atme sanft. Spüre die vibration des RAUMES die den Körper und den Geist tief durchdringt. Lass den Körper durch den Mund oder die Nase atmen, so das er tiefer in den Raum entspannen kann und der ungeteilte Raum offensichtlich ist. Lass dich von der Stille und Freude der Bewegung ganz aufnehmen.
Schmecke die Vibration des Raumes. Beobachte, ohne darin zu erstarren; richte deine Aufmerksamkeit auf die Aufmerksamkeit, Sei Zeuge in einer Intimität mit der unmittelbaren Erfahrung; bleib in der konkreten Wahrnehmung des Körpers, so wie er sich jetzt zeigt ohne zu analysieren, vergiss all die Benennungen und schmecke die Stille und Zärtlichkeit des RAUMES, der alles in sich trägt.
LEB SO… Sei relaxt, in Bewegung mit dem Leben, wie es sich lebt, nicht-willentlich, und doch klar ausgerichtet, in dem Wissen, was du liebst. Spüre die Vibration, die Frieden und unbedingtes Glück in sich trägt, ganz sanft einfach dies, spüre dein Herz, und versinke in dem, was HERZ IST.
Vertraue DEM, was all dies trägt. Akzeptiere die Dinge, die kommen, lasse die Dinge gehen, die gehen. Sei, was du bist und tanz mit.
Diese Energiearbeit ist wie ein Universalschlüssel um tiefe Aspekte des Bewusstseins im Individuum zu öffnen, im universellen Raum des Bewusstseins aufzugehen und daraus zu leben. Die Arbeit und das Eintauchen in die Bewegung der Stille, Tore jenseits von Tradition, Glauben, Religion, oder Kulturkreis. Der innere Raum wird wieder geöffnet, um im Ganzen mit seinem gegebenen Potenzial zum Ausdruck zu kommen und das zu leben einem wirklich wichtig ist, am Herzen liegt, dir, deiner tiefsten Sehnsucht entspricht. Und Jetzt im Rahmen der Möglichkeiten liegt und diesen rahmen der Möglichkeiten immer wieder zu durchdringen und weiterzugehen, Freiheit und Lebendigkeit in dem was ist immer wieder frisch zu schmecken.
Durch die Energiearbeit und die bewusste Begegnung mit uns selbst kommen wir früher oder später mit Widerständen in Berührung die uns in unserem kleinen Gefängnis der Ich- Vorstellung und den dazugehörigen Ideen gefangen halten. Wie der heilsame und nährende Aspekt dieser Arbeit sehr wertvoll ist, so bieten auch die Widerstände die auftauchen eine wundervolle Möglichkeit zu schauen was es mit einem macht, was es auslöst und wo es für einen jetzt weitergeht, …
Stillstand, zurückziehen, vergessen wollen und
weiter im eigenen Gefängnis der kleinkarierten Vorstellungen und Konzepte verharren
oder frontal durch die Mauer mit aller Kraft und Energie die in Bewegung gebracht werden kann dem Drang nach Freiheit folgend und dabei vielleicht übersehen das deine wahre Natur von Bewusstsein immer frei und bedingungslos ist.
Oder erst mal still sein, offen zärtlich mit dem was ist. In Berührung mit dem was jetzt wirklich ist und dann dem Herzen, der Kraft der inneren Bewegung folgen welchen weg sie auch gehen mag.
Das sind Möglichkeiten, vielleicht zeigt sich dir eine ganz andere, es ist wichtig das du für sich schaust, deine Fehler machst und daraus für dich erkennst, deine Bewegung kennenlernst und nicht einfach nur Wissen aus zweiter Hand ansammelst, weil es sich sicher für den Verstand anfühlt. Sondern DU dir ganz nah und vertraut bist, auch wenn du in Unbekannte Bereiche aufbrichst DU dir vertrauen kannst, denn DU bist der der dir immer am nächsten ist.
Ist dir schon einmal aufgefallen, wie viele Dinge du tust und was du so glaubst, machen zu müssen, um so zu erscheinen, wie andere dich gerne sehen wollen und dich haben möchten? Wie lange erzählst du dir schon wie du sein sollst; wie lange erzählst du dir schon was du alles tun musst, um glücklich, erfüllt zu sein und zufrieden zu leben?
Du tust das schon so lange, seitdem du davon „überzeugt“ bist, eine eigenständige getrennte Person mit einer autonomen Basis genannt „Ich“, zu sein. Reduziert auf diese persönliche Vorstellung von einem Körper mit Gedanken, vorgestellten Bildern und Empfindungen, die rein auf angeeigneten Konzepten und anerzogener Konditionierung beruht. Du manipulierst und entfremdest dich von dir selbst, um dazu zu gehören und mitspielen zu dürfen. Du tust es, um Anerkennung zu erhalten und geliebt zu werden; es ist dieser tiefe Wunsch würdevoll zu leben und in Einheit zu Sein. Das Problem bei dieser Sache ist der falsche Standpunkt, die „Überzeugung Ich“, die sich immer nur im Mangel und der Suche nach Wunscherfüllung bewegt, die Wichtigkeit der Idee von Dir macht es eng. Hör auf, dich und dein Schicksal so ernst zu nehmen, ihm Bedeutung zu geben; schmecke deine ungeteilte Natur des RAUMES, die in ihrem Ausdruck Liebe und freudige Stille ist, erfüllt im natürlichen Frieden da-zu-sein, dafür musst du nichts tun. Wenn dies Tun, um etwas Besonderes zu sein, aus sich heraus zur Ruhe kommt und die Vorstellungen, wie du sein solltest, zerbröckeln, ist da Liebe und Erfüllt-Sein als lebendige Erfahrung vorhanden; denn da ist nur BEWUSSTSEIN was sich aus sich heraus erfüllt, und mit sich MenschSein spielt. Genieße einfach DAS GANZE und tanz mit. ES lebt sich.
Sei mit deinem Herz in Berührung. Tanz im Rhythmus deines Herzschlages; es kennt den Weg. Folge einfach der natürlichen Bewegung, die sich immer wieder frisch in dir zeigt. Sei was du bist und lebe frei, wie das Leben selbst. Frei von den Vorstellungen und Bildern, wie du sein solltest; einfach so, der Bewegung folgend, dir nah. So wirst du dir dein eigenes Licht sein. Habe keine Angst vor der Angst, auch sie darf da sein; alles ist immer in sich erfüllt und frei. Im RAUM des Lebens ist alles getragen. Sei mit dem was ist und lebe, was du liebst, so wie es sich lebt. Das ist alles! Dies öffnet dich für die LIEBE und das, was LEBEN IST, in seiner lebendigen Bewegung. Die Bewegung wird gewiss nicht immer widerstandslos sein. Doch in der lebendigen Präsenz von dem, was jetzt ist und deiner Ausrichtung auf das, was dich anzieht, dir am Herzen liegt, kann kein Widerstand lange bestehen, und die Tore, die wichtig für dich sind, werden sich öffnen. Das der Tanz des Lebens mit dir total in Bewegung sein kann.
Naja; jeder Ratschlag, so wertvoll wie er sein mag, ist genauso Gift, das dich abhält, deine eigene Atmung zu sein, dein eigene Bewegung zu sein. Und um was sollte es sonst gehen, als dein eigener Ausdruck, dein eigenes Licht zu sein. Ohne die Hinweise auf dem Weg des Lebens verleugnen zu müssen, vergiss die Scheiße, die man dir erzählt, die man dir immer wieder verkaufen möchte. Sei einfach DU, so wie du bist, getragen von dieser lebendige Präsenz im Körper, und DIES, was diese Präsenz sieht. Genau hier beginnt die lebendige Erforschung, die kein Anfang und kein Ende hat; ein erfülltes Leben, das in sich frei ist. Lebendiges LEBEN, in dem DU in allem bist, was du bist.
Wer ist dies Ich, das meint durch dieses und jenes glücklicher zu werden,
durch dies oder jenes endlich glücklich zu sein?
Wer ist dies Ich, das sich selbst sucht?
Wenn du dieser Suche ein Ende setzen willst kannst dir die Frage stellen: Wer bin Ich?
Schau; Wer ist diese Präsenz?
Hier ergibt sich die Möglichkeit, in der Abwensheit des Raumes von dem erfasst zu werden, was Raum ist. Du wirst die Antwort erhalten, weil DU die Antwort bist.
Wer dies ICH erforscht hat, zur Quelle gelangt ist, lässt von „seiner“ Suche ab, weil er weiß das er nicht ist und darin ist er das was unbedingtes Glück ist. Dem wirklich auf den Grund zu gehen lässt nichts zurück. Immer während, stilles, unbedingtes Glück.
Erforsche es für dich! Im persönlichen Raum ist es einfach nur ein Gedanke der einen anderen Gedanken verfolgt und etwas für sich zu erlangen und es festmachen will; dies reduziert DICH und das LEBEN auf „etwas“, tötet die Lebendigkeit des Moments und seine Schönheit. Wenn du genug davon hast steig aus !
Du steigst aus in dem du bei dem unmittelbaren, unausgesprochen Erleben ICH verweilst und mit der subtilen Bewegung, der direkten Erfahrung, die darin ist, in Bewegung bist, in dem du immer wieder dort hin zurückkehrst, ist die Möglichkeit gegeben sich als die Quelle allen Glücks wiederzuentdecken.
Es ist die Lebendigkeit des LEBENS, die sich an der Freude in deinem Bauch orientiert; die Lebendigkeit des LEBENS selbst, die sich an der liebenden Offenheit deines Herzens orientiert, es ist dieses Kind, das es liebt zu leben, in Freude, in Liebe, in wacher Präsenz, vertrauend dem MOMENT, von Moment zu Moment.
Es existiert jene Erinnerung, diese Anfangskodierung der Zellen des Körpers, friedvoller, liebender Raum voller Freude und Zärtlichkeit zu sein, berührt von wacher Präsenz. Man kann immer tiefer, stärker, kräftiger eindringen, das ist eine zutiefst zärtliche Bewegung, die aus etwas ganz friedlichem stattfindet. Es geschieht immer wärmer, immer unbewusster, denn der Sog wird einfach selbstverständlicher, selbstvergessener, unbewusster und dennoch bleibt man darin verankert mit seiner Präsenz. Es geschieht immer intuitiver und es können sich wundervolle Kräfte der Leichtigkeit des Herzens, voller Freude und lebendiger Stille befreien. Wenn das für dich geschieht, ist es etwas Wunderbares. Es geschieht durch das sanfte Interesse für dich selbst.
In diesem lebendigen Traum bist du grenzenloser Raum, durchdrungen von freudig sanft vibrierender Präsenz, zärtlicher Liebe, stillem Glück. Dort komm an, in dem DU HIER verweilst, darin mit dem LEBEN im Tanz bist. Genauso, wie du grenzenloser unbedingter Raum bist, gibt es etwas in dir, das die Möglichkeit besitzt, nicht nur die stille Bewegung des Raumes zu sein. Es gibt eine Instanz in dir, die die Möglichkeit hat zu sagen: NEIN, das nehme ich nicht. JA, dafür entscheide ich mich, und dann ganz dafür zu gehen.
Du hast die Wahl
Es ist offensichtlich, dass in diesem Raum der Möglichkeiten die Entscheidung als Erfahrung vorhanden ist, zwei Wahlmöglichkeiten vorhanden sind: das Glück oder das Leid.In diesem Erfahrungsraum, der völlig von der Schwingung der Menschheit, ihrer Möglichkeiten des Verstehens, Wahrnehmens und Fühlens konditioniert ist, gibt es die Wahl. Die Wahl, entweder immer hinter etwas her zu laufen, das einem fehlt, um dann etwas Persönliches herzustellen oder zu erlagen. Damit ist man immer Mangel. Man ist immer in der Mangelhaftigkeit, ist eifersüchtig, möchte etwas besitzen, man möchte das Leben handhabbar machen. Das ist die Funktionsweise des MIND der sein Gitternetz der Gefangenschaft durch alles spannt. Dort fehlt immer irgendetwas, immer. Oder aber man entschließt sich für die Möglichkeit, glücklich zu sein, dieses Glück in sich fließen zu lassen, offen zu sein für das was ist. Dieses Glück ist biologisch, denn es ist die Kraft aus der der Körper entstanden, die Kraft, aus der alles entstanden ist. Man kann in dies Glück eintauchen, indem man einfach DA IST mit dem was ist. Ohne etwas zu suchen oder zu wollen, mit dem LEBEN in Bewegung, schmeckt man einfach diesen einzigartigen MOMENT in seiner unbegrenzten Offenheit und Schönheit, mit allem was darin auftaucht.
Doch spreche ich immer wieder vom innersten Kreis; ich sage immer wieder, dass es etwas gibt, das noch darüber hinaus geht und nur dann wird die Freiheit wirklich Freiheit sein. Es ist das, was all dies hervorbringt, absolut und bedingungslos, ohne selbst je gegeben zu sein. Aber da da ein Körper ist, mit dem du jeden Morgen aufwachst, ist es sehr wertvoll diese Spielchen zu spielen, also spiele sie präzise und schmecke des LEBEN in seiner Schönheit, ohne dich von den Dingen in die Irre führen zu lassen.
Ich fasse zusammen, dass es die Wahl zwischen Glück und Leid gibt. Eine Wahl zwischen Gefangenschaft und Freiheit. Entscheide dich für das, was du liebst und geh dafür ohne Wenn und Aber; Sei Es.
Energiearbeit, Meditation kann nie zur Freiheit führen! Auch wenn dich die innere Arbeit von dem einen oder anderen „Objekt“ befreien kann, was sehr wertvoll ist, doch wird sich dir sofort das Nächste „Objekt“ aufdrängen. Freiheit kann entdeckt werden wenn die Grundlage aller Erfahrung in den Mittelpunkt treten kann; es ist das Erleben das du unbedingt da bist; für alles was kommt und geht da sein musst. Ich spreche vom Null-Punkt jeder Erfahrung, das Erleben nackter Anwesenheit. Das non-verbale Wissen …Ich Bin…, das einfache Erleben das du bist.
Schau, wie dein Erleben jetzt ist, was darin auftaucht; kannst du dies nackte Empfinden da zu sein wahrnehmen, in dem alles weitere erscheint. Bleibe einen Moment dabei und lausche dem Ein- und Ausatem der darin kommt und geht.
Erforsche es weiter, mach es dir zu eigen.
Sieh deinen Jetzigen Zustand und dann lass eine Erinnerung aus deinem Leben spontan auftauchen, vielleicht warst du in der Erinnerung noch ein kleines Kind oder in einer wichtigen Prüfung für deinen Lebensweg; warst vielleicht ängstlich oder traurig, vielleicht auch verliebt, glückselig, was auch immer, sei einfach damit und schau dir den Nullpunkt das Erleben von Anwesenheit an, jetzt, wie in jeder Erfahrung unveränderte Konstante in dem ausnahmslos alle Erfahrungen kommen und gehen. Es ist wie die Leinwand in einem Kino, in dem der Film kommt und geht, darin aber selbst in seiner Substanz unverändert ist. Erforsche es für dich, das nackte Erleben das du bist !
Der Nullpunkt ist das torlose Tor zwischen dem Absoluten und dem Relativen, bis gesehen wird das da nur das Absolute IST, was mit sich in Bewegung ist.
Schau, du bist einfach da, da ist reine Anwesenheit, mit all dem was darin auftaucht. Das Lebensprinzip ist darin mit sich in Bewegung. Anwesenheit erscheint zusammen mit dem RAUM und dem wahrnehmenden Gewahrsein, was den Raum durchdringt. PUNKT; das ist das LEBENSPRINZIP was mit sich tanzt, Anwesenheit, ist einfach da, Raum und Wahrnehmung erscheint. Dann tauchst du auf als Körper zusammen mit der Welt, nur zur Verdeutlichung zeige ich diesen Ablauf, denn es taucht in einer Kontinuität von permanenter Veränderung immer zusammen auf. Nackte Anwesenheit ist darin immer unverändert gleich wie sie die Zu- und Umstände sich darin wandeln. Das ist der natürliche Frieden der ohne Wenn und Aber ist; lass das in dir sinken.
Richtet sich die Selbsterforschung nach Innen, verschwindet der Körper und die Welt. Wird darin intuitiv erfasst das Form- und Formloses nicht von einander verschieden, sind im-permanent in ihrem Kommen und Gehen. Das das Erleben von Erfahrung von DIR fallend bleibst du nackt zurück, wahrnehmendes Gewahrsein hat sich auf sich selbst gerichtet, der Raum ist in dem versunken was RAUM IST. BEWUSSTSEIN, ruht in sich selbst; spontan kommt es wieder in Bewegung als erstes erscheint noch in der Dunkelheit des Urgrundes, reine Anwesenheit; nacktes Ich Bin. Stopp, bleib dabei. Im unmittelbaren Erleben zeigt sich das nackte Ich Bin, von unveränderter Anwesenheit. Du siehst das du es sehen kannst und selbst Sehen als etwas unverändertes darin auftauchst und bereits etwas gesehenes ist. Genau hier stellt sich die Frage: „Wer bin Ich?“
Du bist das was die Antwort ist und sich durch alles erlebt;
DU zeigst dich als absoluter RAUM in dem sich nackte Anwesenheit zeigen kann, Wahrnehmung den Raum durchdringt, Objekte kommen und gehen, die Welt in ihrem Wandel erscheint und darin DU, mit allem dem was dich ausmacht als lebendiges Wesen.
Durch dies lebendige Wesen geschieht die unkonditionierte Bewegung des LEBENS Selbst die sich auf bestmögliche Art entfaltet, wenn wir der Bewegung so wie sie sich Jetzt zeigt, Raum lassen, mit ihr sind, im Tanz mit dem Leben selbst. Darin erfüllt sich alles denn die totle Erfülltheit kann in ihrer Lebendigkeit geschmeckt werden.
Ist dir nach Ankommen in STILLE, halte an, im natürlichen Frieden dem nackten Erleben das du bist und schmecke die süße Geschmacklosigkeit endloser Anwesenheit, dem reinen Wissen das du bist; in dem du nie weißt was du bist.
Sicherlich sprichst nicht dagegen, mit ein paar Kissen und einer Decke in einer gemütlichen Ecke zu sitzen und in Stille zu Sein, oder einfach auf der Couch die zärtliche Stille des Raumes zu schmecken, LEBEN, Endlosigkeit zu empfangen. Dennoch hat es seinen Wert, sich einen klaren Platz zu schaffen, an dem man in Stille sitzt auf einem Zafu, einem Meditationskissen oder einer kleinen Holzbank. So, dass du die Energie des Bewusstseins, die tragende natürliche Stille und die Zärtlichkeit des Seins ganz durch deinen Körper lassen kannst. Somit wird in der Praxis der stillen Meditation das Paradox immer wieder von neuem offenbar, umso weniger getan wird, im Schmecken des offenen Raumes und des Körpers, so wie es sich zeigt, in einer absichtslosen, klaren, entspannten Präsenz, um so mehr kann geschehen; auch wenn darin letztlich erfasst wird, dass nie etwas geschieht.
Wenn du gut und bequem auf deinem Platz sitzt, da für dich angekommen bist, achte zu Beginn darauf das der Rücken gerade ist. Ein gerader Rücken bedeutet in der Mediation und der Energiearbeit, dass zwischen dem Perineum der Region zwischen dem After und der äußeren Sexualorgane und der Fontanelle dem Mittelpunkt der Schädeldecke, eine senkrechte Ausrichtung vorhanden ist. Das kann nur dann geschehen, wenn das Becken leicht gekippt ist und das Kinn leicht zur Kehle kommt. Dann zieh diese Achse in die Länge, indem du den Kopf leicht nach oben drückst. Richte dich so aus, ohne Anstrengung, ohne Anspannung. Da ist nun kein Interesse mehr, in das übliche Durcheinander der Gedanken zurückzukehren, es ist etwas Friedliches und sehr Klares, in dieser Ausrichtung da zu sein. Sitze und vergiss, vergiss deine Haltung, lass sie natürlich da sein.
Lasse keinen Gedanken zwischen deinen Hintern und das Kissen, komme immer wieder im Tanz des unmittelbaren konkreten Erlebens an, verschmelze mit dem Moment. Atme sanft in den Bauch, so erweitert sich die Kapazität, dass Bewusstsein vollständig durch den Körper fließen kann. Sei intim mit dem Atem, dem Erleben von dem was ist, lass alles so sein, wie es ist. Ich sprach zu Anfang vom „Schmecken des Raumes“; lass den Mund ganz leicht geöffnet, dass sich die Atmung von selbst ganz leicht ergibt und erfasst werden kann, dass DA nur Raum ist. Kann der Atem durch den Mund oder auch die Nase kommen und gehen, wie es der Atmung in diesem Moment entspricht, kann sich das System auf eine tiefe Art und Weise entspannen, loslassen und der Körper kann sich so immer mehr in der Seins’heit verankern, BEWUSSTSEIN wird in jeder Erfahrung geschmeckt. BEWUSSTSEIN erfährt sich in allem, „du“ tauchst darin auf.
Die Meditation, das stille Sitzen hat ihr Zentrum darin, in der unmittelbaren Erfahrung da-zu-sein, Ich Bin, das einfache Erleben von Anwesenheit, nackte Anwesenheit, das ist die unveränderliche Matrix jeder Erfahrung; schau es dir an, ganz relaxt in der direkten unmittelbaren Berührung mit dem was ist. Sei einfach da, so empfängst du Stille, süße Leere; schmeckst das Da-Sein mit all dem, was darin auftaucht, kommt und geht; dem kannst du dich anvertrauen, lass dich da reinfallen, dem erleben von RAUM gib Raum.